Nicolas Voigt ist
Schweizer Schülermeister 2005
der Kategorie Knaben 2

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  Nicolas im Final
Siegerpodest Kat. Knaben 2 Nicolas mit Betreuer Andreas
"Mit dem Essen kommt ja bekanntlich der Appetit". Am Kulinarischen kann es aber wirklich nicht gelegen haben, dass Nicolas seinen Siegeszug auch am schweizerischen Finale unbeirrt fortsetzte - weder die Verpflegung in Wädenswil noch in Schöftland verdiente eine der bekannten Gastronomiehauben. Den guten Nachgeschmack des Sieges in Zürich wollte der junge Tischtennisspieler aber auch im fremden Schöftland wieder spüren. Nach zwei souveränen Siegen zum Auftakt der Gruppenspiele, bekam er im letzten Gruppenspiel im Kampf um den Gruppensieg erstmals ernsthafte Konkurrenz. Der hart erkämpfte Sieg gegen seinen jungen Kollegen aus Luzern war eine zusätzliche, willkommene Motivationsspritze. Wurde er letztes Jahr in der Runde der letzten 16 noch unsanft von einem grossgewachsenen und fremdsprachigen Gegner (diese Kombination war zu viel für den Urdorfer Neuling) in die Realität zurückgeholt, wollte er es dieses Jahr besser machen. Tatsächlich sah sein Gegner trotz einiger Konzentrationsschwächen Nicolas im 1/8 Finale nicht viele Bälle. Vor dem Viertelfinale durften dann die grossen und etablierten Schweizer Tischtennisspieler während einer rund halbstündigen Show ihr Können zeigen. Leider war der Unterhaltungswert der Show genauso bescheiden wie das internationale Niveau der Schweizer Spitzenspieler. Als die Hauptunterhalter des Tages weiterspielen durften, stand für Nicolas im Viertelfinale wie auch in Zürich die grösste Prüfung bevor. Sein Gegner aus Basel verfügte ebenfalls über ein ganzes Repertoire an Schlägen, insbesondere, und dies hatte in der Halle Seltenheitswert, einer guten Rückhand. Nach verlorenem Startsatz und einem 10:6 Rückstand im zweiten Satz kamen auch die Betreuer (Dani und Andreas) langsam ins Schwitzen und Vorschläge, wie der Gegner doch noch in Rücklage gebracht werden könnte, wurden teuer. Nicolas hatte eine einfache Antwort darauf - er holte sich den zweiten Satz. Mit dem zurückgewonnen Selbstvertrauen spielten sich die nächsten Sätze einfacher und die anwesende Familie wie auch die Betreuer konnten tief durchatmen. Die Gesellenprüfung war erfolgreich abgeschlossen, der Halbfinal in Windeseile absolviert und die Meisterprüfung wurde in Angriff genommen. Eigentlich konnte gar nichts mehr schief gehen, fand doch kurz vor dem Finale auch noch Nicolas Vater, Peter, nach rekordverdächtig schneller Fahrt zwischen Urdorf und Schöftland (hoffentlich waren alle mobilen Geschwindigkeitsmesser im Kanton Aargau in Reparatur) den Weg in die Halle. Einen kleinen Haken hatte die Sache doch noch. Der Finalgegner war ein alter Bekannter! Im letzten Jahr hatte er gegen den Zuger im Spiel um den Gruppensieg knapp verloren. Revanche war angesagt und der gewonnene Startsatz stimmte zuversichtlich. In Gedanken wurden bereits Träume wahr - bis der verlorenen zweite Satz nach vergebenen Satzbällen alle in die Realität zurückholte. Einzig Nicolas zeigte sich unbeeindruckt, und nach zwei weiteren gewonnen Sätzen umschwirrte das erste Lächeln des Tages das Gesicht des glücklichen Gewinners. Es war vollbracht und selbst der Fall des Pokaldeckels während der Siegerehrung konnte niemanden mehr erschüttern. Ob der junge Weihermatter damit Urdorfer Clubgeschichte als erster Sieger der Schülermeisterschaften geschrieben hat, ist dem Schreibenden nicht bekannt. Der ganze Club gratuliert auf jeden Fall ganz herzlich und freut sich über den unerwarteten Erfolg. Mit eingeschlossen die Glückwünsche des ehemaligen Urdorfers und jetzigen schweizerischen Juniorentischtennisverantortlichen Markus Baumann, der sich von Nicolas beeindruckt zeigte. Dem Schreibenden bleibt nur noch dem zukünftigen Viertligaspieler weiterhin viel Glück und Erfolg zu wünschen und wird sich noch eine Weile fragen, woher der junge Crack diese speziellen Aufschläge hat.….
Andreas Meyer
 

Letzte Aktualisierung: 24. Mai 2006